Nachhaltigkeitsberichte

Nachhaltigkeitsberichte zukünftig für viele Unternehmen verpflichtend

Wenn es nach dem Entwurf der EU-Kommission geht, wird die Berichterstattung zur Nachhaltigkeit schrittweise der Finanzberichterstattung gleichgestellt und für viele Unternehmen bereits für das Geschäftsjahr 2023 verpflichtend. Wird der Vorschlag angenommen, müssen auch Deutschland und die übrigen EU-Länder die Anforderungen der Richtlinie in nationale Gesetze überführen. Aufgrund der sich abzeichnenden Standards werden dann kurzfristig Vorbereitungen notwendig.

Aus der Non-Financial Reporting Directive (NFRD) soll die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) werden. Die CSRD, die Offenlegungsverordnung für nachhaltige Finanzen und die Taxonomieverordnung sollen die zentralen Elemente des Nachhaltigkeitsberichterstattungssystems bilden. Sie sind damit die Basis für die EU-Strategie zu nachhaltigen Finanzen. Ziel dieses Rechtsrahmens ist es, einen konsistenten und kohärenten Fluss von Nachhaltigkeitsinformationen entlang der finanziellen Wertschöpfungskette zu schaffen. Durch die CSRD soll auch die Lieferkette transparenter werden. Die unternehmerische Sorgfaltspflicht wird explizit nicht nur als soziale, sondern auch als ökologische Notwendigkeit gesehen.

Welche Unternehmen sind betroffen?

  • >250 Mitarbeitern oder
  • Bilanzsumme >20 Mio. € oder
  • Nettoumsatzerlöse >40 Mio. € oder
  • an der Börse gelistet

Was muss berichtet werden?

  • Die Resilienz des Geschäftsmodells und der Unternehmensstrategie in Bezug auf Nachhaltigkeitsrisiken und die Kompatibilität mit dem Pariser Klimaziel (1,5 Grad Celsius).
  • Ziele und Zielerreichung von Nachhaltigkeitsaspekten.
  • Maßnahmen, die zur Prävention, Milderung oder Beseitigung von negativen Auswirkungen ergriffen wurden und werden.
  • Berichterstattung muss retrospektiv als auch zukunftsbezogen sein sowie qualitative und quantitative Informationen enthalten.
  • Die Lieferkette ist einzubeziehen und ebenso der Produkt-Life-Cycle (PLC) der hergestellten Erzeugnisse.
  • Für wesentlichen Themen ist die Bedeutung von äußeren Umständen auf das Unternehmen (Outside-In), als auch über die Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit nach Außen (Inside-Out) zu bewerten.
  • Beschreibung der Prozesse zur Informationsgewinnung.

Wann und wie muss berichtet werden?

  • Berichtspflicht gilt ab dem Geschäftsjahr 2023.
  • Berichte müssen elektronisch veröffentlicht werden.
  • Teilweise müssen Informationen getaggt werden.
  • Nachhaltigkeit wird Bestandteil des Lageberichts und für die Unterzeichner und Gremien gilt der Bilanzeid.
  • Nachhaltigkeitsberichte werden prüfpflichtig und der Prüfstandard soll sukzessive verschärft werden.

Unser Angebot:

  • Klärung und Definition einer Nachhaltigkeitsstrategie
  • Durchführung einer Wesentlichkeitsanalyse
  • Konzeption und Projektmanagement für die Realisierung des       Nachhaltigkeitsberichts
  • Aufbereitung der Berichtsdaten, Inhalte und Aussagen