Autor: mind-e

29. Juni 2020 – Erster Green-Bond der Bundesrepublik

Die Deutsche Finanzagentur legt zwei Green-Bonds mit einer Laufzeit von 5 und 10 Jahren auf, Volumen 10-12 Mrd. EURO. Damit sollen Invetitionen des Bundes in den Klimaschutz finanziert werden. Konkrete Details um welche Projekte es sich handelt werden im August bekannt gegeben.

17. Juni 2020 – Klimaschutz bei Kaufentscheidungen so wichtig wie noch nie – diese Marken halten Verbraucher für besonders umweltfreundlich

Das Thema Umweltschutz gewinnt  angesichts des Klimawandels seit Jahren an Bedeutung. Immer mehr Verbraucher achten bei ihren Kaufentscheidungen auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Reader’s Digest hat in seiner Trusted Brand Studie 2020 gefragt, welchen Marken die Verbraucher in Bezug auf Umweltschutz besonders vertrauen. 

Neben dem Faktor Umweltschutz sollten die Verbraucher auch Marken nennen, die sozial verträglich agieren und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen.

  1. Frosch, Öko-Pionier der bereits seit Jahrzehnten biologische Putzmittel herstellt
  2. Alnatura, Bio-Lebensmittelhändler
  3. Miele, Hausgeräte für Langlebigkeit seiner Produkte bekannt
  4. dm, Drogeriekette
  5. Rewe, mit Kampagnen zu Regionalität und Vermeidung von Verpackungsmüll
  6. Edeka, mit Kampagnen zu Regionalität und Vermeidung von Verpackungsmüll
  7. Apple, überrascht mit dieser Platzierung
  8. Trigema, Textilien die in Deutschland hergestellt werden
  9. BMW, wegen seiner I Modelle
  10. Weleda Biokosmetik

„Das Thema Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung gewinnt stetig an Bedeutung“, sagt Andreas Schröder, Geschäftsführer von Reader’s Digest Deutschland. „Unternehmen, die mit ihrem Engagement auch für Umweltverträglichkeit stehen, fördern damit nicht zuletzt das Vertrauen in ihre Markendas wissen wir aus 20 Jahren Studien zu Trusted Brands.“ 

16. Juni 2020 – Auch die Mineralölindustrie hat erkannt nur mit Klimaneutralität zukunftsfähig zu sein

Nach der Energieerzeugung und der Industrie, ist der Verkehrssektor der drittgrößte CO2 Emittent in Deutschland mit über 160 Mio.Tonnen pro Jahr. Löwenanteil ist hier der Individualverkehr. Die europäische Mineralölindustrie stellt nun einen radikalen Kurswechsel in Aussicht. „Wir sind uns bewusst, dass es für die Mineralölindustrie kein Zurück zu einem ,business as usual‘ mehr geben wird“, sagt John Cooper, Geschäftsführer des europäischen Mineralölwirtschaftsverbandes Fuels Europe. Um zukunftsfähig zu sein, führt an einer Entwicklung zur Klimaneutralität führt kein Weg vorbei. Hinter den Überlegungen steht nicht mehr und nicht weniger als die Abkehr vom Mineralöl. Stattdessen sollen künftig synthetische Kraftstoffe sowie Biokraftstoffe der zweiten Generation die Rolle des fossilen Energieträgers Öl übernehmen.

Synthetische Kraftstoffe werden mittels Strom aus erneuerbaren Quellen hergestellt: Durch Elektrolyse entsteht Wasserstoff, der direkt verwendet werden kann – oder beispielsweise in Methan, in synthetisches Benzin oder in synthetisches Kerosin umgewandelt wird. Biokraftstoffe der zweiten Generation werden beispielsweise aus Pflanzenabfällen hergestellt, sie stehen daher nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion.

Bereits 2035 könnten die CO2-Emissionen aus Mineralölprodukten in Europa um 100 Millionen Tonnen pro Jahr reduziert werden, heißt es in den Szenarien der Branche. Diese CO2-Reduktion entspricht laut Mineralölwirtschaft der CO2-Einsparung von 50 Millionen Elektroautos.

Die Branche erklärt sich bereit, erhebliche Investitionen zu tätigen: bis zu 650 Milliarden Euro bis 2050.

(Auszüge aus dem Handelsblatt)

15. Juli 2020 – Energiewende soll eine Radikalreform erfahren – höherer CO2 Preis statt EEG und KWK

Eine von der Bundesregierung berufene Expertengruppe zur Energiewende äußert sich bereits vor Fertigstellung ihres Berichts Anfang Dezember zu dringend notwendigen Reformen bei der Energiewende. Die Klimaschutzziele sind mit einer Vielzahl von komplexen und kleinteiligen Fördermechnismen zu wenig wirksam. Sie empfehlen die Streichung von EEG und KWK Umlage und eine Absenkung der Stromsteuer. Im Gegenzug soll der CO2 Preis stufenweise stärker angehoben werden, als die die bisherigen Pläne der Bundesregierung vorsehen.

15. Juni 2020 – 90 Prozent der Windräder drehen sich falsch herum – kein Scherz!

Weltweit drehen sich etwa 300.000 Windräder, in Deutschland sind es über 20.000 – und alle drehen sich in die gleiche Richtung, im Uhrzeigersinn. Auf diese Drehrichtung hatten sich einst die führenden Hersteller geeinigt. Die Drehrichtung ist bei allein stehenden Windrädern ohne Belang, jedoch stehen die meisten Windräder im Verbund. Nun hat eine Arbeitsgruppe des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt festgestellt, linksdrehende Rotoren wären für Windräder aus der zweiten Reihe besser und ermöglichen eine bis zu 23 Prozent höhere Energieausbeute. Dies gilt allerdings nur auf der Nordhalbkugel (was 90 Prozent aller Windräder weltweit entspricht)

11. Juni 2020 – Der Klima-Effekt durch Corona verpufft

Was zum Höhepunkt der weltweiten Lockdowns von manchen als Erholung fürs Weltklima gedeutet wurde, ist schon wieder abgehakt. Jüngste Messungen zeigen: Der Anstieg des Kohlendioxids läuft praktisch ungebremst weiter.

Laut www.nature.com verringerten sich die CO2-Emmissionen während des Lockdowns weltweit durchschnittlich um 17 Prozent. Dieser Effekt ist zwischenzeitlich quasi „verpufft“. Ablesen läßt sich dies an der Keeling-Kurve, die Wissenschaftler des Scripps Institute of Hawaii erstellen und die die CO2 Konzentration in Echtzeit messen. Die Keeling Kurve wird um Jahreszeiteneffekte und Naturereignisse wie z.B. den El Nino bereinigt gilt deshalb als zuverlässiger Indikator für den globalen Klimawandel.

2. Juni 2020 – Kennzeichnung des CO2 Fußabdrucks für Unternehmen

Die meisten Unternehmen kennen ihren CO2 Fußabdruck nicht – noch nicht.

Perspektivisch werden vermutlich alle Unternehmen ihren CO2 Fußabdruck veröffentlichen – auf freiwillige Basis oder durch entsprechende Regularien. So wie wir heute auf Lebensmitteln die Nährwertangaben oder zu technischen Produkten Angaben zu ihrer Energieeffizienz vorfinden, ist damit zu rechnen, dass in Zukunft Unternehmen, Produkte, Paketsendungen, Serviceleistungen, etc. mit ihrem CO2-Äquivalent gekennzeichnet werden. Wann das sein wird, ist aktuell noch nicht zu beantworten. Warum das so sein wird jedoch schon, dafür sprechen bereits heute viele Gründe. Man darf sogar davon ausgehen, dass ein Großteil auf freiwilliger Basis geschehen wird.

Banken und Investoren beziehen zunehmend die Ökologie in ihre Risikobewertung ein. Damit verändern sich Finanzierungskonditionen oder gar Unternehmenswerte.

Ein weiterer Treiber ist die Vergabe von Aufträgen. Fast alle Unternehmen sind Teil einer Lieferbeziehung. Spätestens größere Unternehmen sind zur Veröffentlichung ihrer Fortschritte in Sachen Nachhaltigkeit verpflichtet und diese schließen externe vor- und nachgelagerte Prozesse in ihren eigenen CO2-Fußabdruck mit ein. Über diesen indirekten Zwang werden Marktteilnehmer mit schlechter oder ohne CO2-Bilanz benachteiligt oder von der Zusammenarbeit ausgeschlossen.

Die gleiche Benachteiligung gilt für die Teilnahme an Ausschreibungen oder bei der Beantragung von Fördermitteln.

Somit existieren bereits heute genügend Gründe für Unternehmen den CO2 Fußabdruck zu ermitteln, zumal sich in der Regel dadurch auch Effizienz- bzw. Einsparpotenziale erkennen lassen. Also gilt auch hier, „wer früher anfängt ist früher fertig“ und leistet damit einen Beitrag zur Zukunftssicherung des Unternehmens.