6. Mai 2021 – Nach dem spektakulären Klimaurteil wurden die Klimaziele für die Wirtschaft noch einmal ordentlich nachgewürzt

Die Bundesregierung will in der kommenden Woche neue Klimaziele beschließen. Das Paket sieht unter anderem vor, dass Deutschland bis 2045 klimaneutral wird – also 5 Jahre früher als bisher geplant.

Bis zum Jahr 2030 soll der CO2-Ausstoß um 65 Prozent reduziert werden — das sind 10 Zähler mehr als bisher geplant, also eine Straffung der Vorgaben um ca. 20%. Darüber hinaus wird ein neues Ziel für das Jahr 2040 etabliert: Deutschland soll seine Emissionen bis dahin um 88 Prozent reduzieren.

Die größten CO2-Minderungsziele betreffen die Sektoren Industrie und Energiewirtschaft

Insgesamt sind im Gesetzesentwurf sechs Sektoren aufgeführt, für die die Bundesregierung konkrete Ziele zur CO2-Einsparung vorsieht:

  • Energiewirtschaft: Der größte CO2-Verursacher in Deutschland. Im Jahr 2020 betrugen die Emissionen 221 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten, nach dem reformierten Klimaschutzgesetz sollen es 2030 statt der bisherigen 175 Mio. Tonnen nur noch 108 Millionen CO2-Tonnen sein — also eine Reduktion von gut 51% in 10 Jahren.
  • Industrie: Zweitgrößter CO2 Verursacher in Deutschland. Im Jahr 2020 betrugen die Emissionen 186 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten, nach dem reformierten Klimaschutzgesetz sollen es 2030 statt der bisherigen 140 Mio. Tonnen nur noch 119 Millionen CO2-Tonnen sein — also eine Reduktion von 33% in 10 Jahren.
  • Verkehr: Drittgrößter Verursacher in Deutschland. Im Jahr 2020 betrugen die Emissionen 149 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten, nach dem reformierten Klimaschutzgesetz sollen es 2030 statt der bisherigen 95 Mio. Tonnen nur noch 85 Millionen CO2-Tonnen sein — also eine Reduktion von 43% in 10 Jahren.
  • Gebäude: Der viertgrößte CO2-Verursacer in Deutschland. Im Jahr 2020 betrugen die Emissionen 129 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten, nach dem reformierten Klimaschutzgesetz sollen es 2030 nur noch 67 Millionen CO2-Tonnen sein — also eine Reduktion von 48% in 10 Jahren.