21 August 2020 – Homeoffice ein win-win-win-win Szenario?

Greenpeace hat vom IZT-Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung kalkulieren lassen, wie stark das Klima in Deutschland vom wegfallenden Pendelverkehr profitiert.

Wenn in einem Szenario 40 Prozent der Arbeitnehmer an zwei Tagen in der Woche von zu Hause aus arbeiten, sinkt der CO₂-Ausstoß im Verkehr laut der am Donnerstag von der Umweltschutzorganisation veröffentlichten Studie „Arbeiten nach Corona“ um 18 Prozent aller durch Pendeln entstehenden Emissionen des Treibhausgases. Zugleich fielen im Jahr gut 35 Milliarden, bislang meist mit dem Pkw zurückgelegte Personenkilometer weg, was die Straßen deutlich zu eh meist kritischen Überlastungszeiten entlasten würde.

Selbst bei nur einen Tag pro Woche im Homeoffice, läge die Ersparnis noch bei 2,8 Mio. Tonnen CO₂ jährlich, statt bei 5,4 Mio. Tonnen bei 2 Tagen pro Woche.

Viele Unternehmen haben aber auch noch diverse weitere Vorteile für sich ausgemacht. So konnte nachgewiesen werden, dass bei der richtigen Begleitung der Mitarbeiter die Produktivität steigt und laut einer Untersuchung vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales die „Zufriedenheit und Loyalität“ steigt. Einige namhafte Unternehmen beginnen bereits die Präsenzpflicht völlig abzuschaffen.

Kantar mit adhoc consulting GmbH bieten hierzu Experience Untersuchungen, um für interessierte Unternehmen das spezifische Homeoffice Modell herauszufinden. Das pauschale ideale Modell, welches für jede Berufsgruppe, Abteilung oder Mitarbeitertypen geeignet ist, gibt es nicht.

In Konsequenz kommt als weitere Komponente der geringere Bedarf an Büroflächen ins Spiel. Mittelfristig geht man von eine Reduzierung von 30 Prozent aus und hebt damit ein erhebliches Kostenpotenzial.

Also ein 4-fach win: Beitrag zum Klimaschutz – zufriedene Mitarbeiter – höhere Produktivität – Kostenreduktion Infrastruktur