12. Juli 2020 – Blackrock greift beim Klimaschutz durch

Im Januar hatte Blackrock-Chef Larry Fink angekündigt, in Zukunft stärker auf Kriterien zur Nachhaltigkeit und Klimaschutz (ESG) zu achten. Nun folgen Taten und das Schwert mit dem Blackrock spricht ist scharf.

Mit 7 Billionen Dollar verwaltet Blackrock etwa doppelt soviel Kapital wie es der deutschen Wirtschaftleistung entspricht. Doch damit nicht genug, Blackrock hat sich der Klimabewegung „Climate Action 100+“ angeschlossen – mit 370 Investoren und einem Gesamtvolumen von 41 Billionen Dollar.

Über 400 Unternehmen wurden von Blackrock unter die Lupe genommen und davon 244 angemahnt, weil sie nicht genügend Maßnahmen zum Klimaschutz eingeleitet haben – darunter auch deutsche Konzerne.

Als Aktionär börsennotierter Unternehmen oder in Unternehmen direkt beteiligt, hat das Wort von Blackrock Gewicht. So werden bereits Entlastungen von Aufsichtsräten verweigert und die Abwahl von Aufsehern steht im Raum. Ebenso werden Beteiligungen geprüft und bedarfsweise umgeschichtet, was eine Kettenreaktion zur Folge haben kann.

Larry Fink betont dabei, ihn verbindet nichts mit der Umweltaktivistin Greta. Er handelt nicht als Klimaschützer sondern als Kapitalist. Er drängt die Konzernchefs der wichtigsten Unternehmen weltweit zum Umbau und ist auch an allen Top-Unternehmen in Deutschland beteiligt – häufig sogar als größter Aktionär.

Der Druck auf Unternehmen wächst also und zwar nicht nur auf die großen börsennotierten Unternehmen, sondern damit auch unmittelbar auf die in den Lieferketten befindlichen Zulieferer.