6. Juli 2020 – Beinahe-Blackout in Deutschland durch Marktmanipulation

Im Sommer 2019 stand Deutschland an drei Tagen kurz vor einem Blackout. Es wurde weniger Strom ins Netz eingespeist als abgerufen. Auch die vorgehaltenen Stromreserven reichten nicht aus und nur durch teure Stromimporte aus dem Ausland konnte ein Netzausfall verhindert werden.

Was war passiert? Der Vorwurf, mehrere Stromhändler haben auf fallende Strompreise gesetzt. Als kein Preisverfall einsetzte, haben sie notwendige Energiemengen nicht nachgekauft, um so die Nachfrage und damit den Preis zu senken und gleichzeitig einen Blackout in Kauf genommen.

Die Bundesnetzagentur hat den beschuldigten Unternehmen Abmahnungen zugestellt. Mehr Sanktion ist der Netzagentur nach aktueller Rechtslage nicht möglich.

Insider vermuten Marktmanipulationen im zweistelligen Millionenbereich pro Jahr, die der Verbraucher durch höhere Strompreise finanziert.